Eine Billion Tonnen: Gigantischer Eisberg treibt in der Antarktis

N24 (YouTube) 12.07.2017 09:00 Uhr, Dauer: 1:15

Seit Monaten beobachten Forscher den riesigen Riss im antarktischen Schelfeis mit Spannung: Nun ist ein gigantischer Eisberg von mehr als einer Billion Tonnen Gewicht abgebrochen. Es ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden. In der Westantarktis hat sich ein gigantischer Eisberg von der knapp siebenfachen Größe Berlins vom Schelfeis gelöst. Das teilte das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch mit. Der über eine Billion Tonnen schwere und 5800 Quadratkilometer große Koloss treibe nun nach Norden und werde wohl zwei, drei Jahre brauchen, bis er geschmolzen sei. Er ist mit 175 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 50 Kilometern einer der größten Eisgiganten, die Forscher in den vergangenen drei Jahrzehnten registriert haben. Eine Gefahr für Menschen geht von ihm nicht aus. Inwieweit der Klimawandel eine Rolle beim Abbruch des Eisberges gespielt hat, ist nach Forscherangaben unklar. Insgesamt gebe es jedoch seit rund 30 Jahren eine Serie ungewöhnlicher Zusammenbrüche von Eisschelfen in der Region, schreibt das US-Forschungszentrum für Schnee und Eis (NSIDC) in einem Faktenhintergrund. Nach Meinung vieler Forscher könne das mit der Erderwärmung zusammenhängen. Der nun abgebrochene Koloss war bislang ein Teil vom Larsen-C-Schelfeis. Schelfeis schwimmt auf dem Meer und wird von großen Gletschern gespeist. Es wächst somit immer weiter ins Meer und bricht regelmäßig ab. Das Larsen-C-Schelfeis liegt südlich von Südamerika fast an der Spitze der antarktischen Halbinsel. Quelle: dpa

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