N24 Nachrichten - Inferno von London: Feuerwehr unterbricht Suche

N24 (YouTube) 15.06.2017 12:15 Uhr, Dauer: 14:07

Im Grenfell Tower brennt es noch immer. Mindestens zwölf Menschen sind bei der Katastrophe in dem Londoner Hochhaus ums Leben gekommen. Die Helfer rechnen mit weiteren Opfern. Es mehren sich Anschuldigungen, dass der Brandschutz nicht eingehalten worden sei. Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London suchen Rettungskräfte vorerst nicht mehr in den oberen Stockwerken nach Vermissten. Die Ränder des 24-stöckigen Grenfell Towers seien nicht sicher, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton am Donnerstag. «Ich schicke keine Feuerwehrleute da rein.» Von vielen Bewohnern fehlte am Vormittag noch immer jede Spur. Bisher waren zwölf Tote bestätigt worden. Mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers kam am Morgen weiter Rauch aus dem Haus. Es gebe noch Brandnester, sagte Cotton. Die Gefahr eines Einsturzes bestand anscheinend nicht. Die Polizei rechnete damit, dass die Zahl der Toten weiter steigen wird. Feuerwehr-Chefin Cotton sagte, die Rettungskräfte gingen nicht davon aus, noch jemanden lebend zu finden. Bei dem gewaltigen Brand im Zentrum Londons wurden am Mittwoch 65 Menschen von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 78 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. In dem Sozialbau mit 120 Wohnungen lebten britischen Medienberichten zufolge zwischen 400 und 600 Menschen. Die Feuerwehr hat nach Angaben Cottons alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Für eine gründlichere Suche müssten vor allem die oberen Stockwerke erst gesichert werden. Niemand wisse, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers in dem Gebäude aufgehalten hätten, sagte Cotton. Neun Feuerwehrleute hätten sich bei der Suche nach Vermissten leicht verletzt. Sie sei aber mehr besorgt «über die psychische Gesundheit» ihrer Feuerwehr, sagte Cotton. Die Ursache des Brands ist noch nicht geklärt. Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. «Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben, und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden.» - Quelle: dpa Weitere Themen der Sendung: Russland-Kontakte: Jetzt wird auch gegen Donald Trump ermittelt - Berlin: Prozessauftakt gegen brutalen U-Bahn-Treter - Roaming-Kosten: Telefonieren in der EU wird deutlich billiger

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