N24 Nachrichten - Hochspannung in Hamburg: Staatschefs und Demonstranten treffen zum G20 ein

N24 (YouTube) 06.07.2017 12:45 Uhr, Dauer: 36:39

Die Welt blickt auf Hamburg: Unmittelbar vor dem G20-Gipfel wollen die Teilnehmer am Donnerstag in bilateralen Treffen noch einmal die Einigungschancen in den konfliktträchtigen Themen Handel und Klima ausloten. US-Präsident Donald Trump besuchte am Vormittag in Warschau eine Konferenz von zwölf osteuropäischen Regierungschefs. Danach wurde er in der Hansestadt erwartet, wo für den Abend ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgesehen war. Russlands Präsident Wladimir Putin sicherte Merkel Unterstützung gegen Protektionismus zu. In Hamburg liefen sich unterdessen die G20-Gegner warm, eine Großdemonstration war für den Nachmittag geplant. Ein "Protestzug" hatte in der Nacht Hunderte Demonstranten in ganz Deutschland eingesammelt. Der Gipfel am Freitag und Samstag in der Elbmetropole birgt erhebliches Konfliktpotential, aber auch Chancen auf Annäherung in den aktuellen Krisen in Syrien, der Ost-Ukraine oder Katar. Als G20-Vorsitzende kommt Merkel eine Schlüsselrolle zu. Am Mittwoch hatten sich sowohl Chinas Präsident Xi Jinping als auch Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hinter den multilateralen Ansatz der Kanzlerin bei den Themen Klimawandel und Freihandel gestellt. Auch Putin stärkte ihr im "Handelsblatt" den Rücken: "Ich bin der Überzeugung, dass nur offene, auf einheitlichen Normen und Standards basierende Handelsverbindungen das Wachstum der globalen Wirtschaft stimulieren und eine fortschreitende Entwicklung zwischenstaatlicher Beziehungen fördern können." Zugleich machte Putin aber Differenzen deutlich. So seien die Sanktionen der USA und der EU gegen sein Land verdeckter Protektionismus. Als eines der größten Probleme des Treffens gilt das Abrücken von US-Präsident Trump vom Pariser Klimaschutzabkommen. Hier wiederum bekannte sich Putin zum Pariser Klimavertrag, aus dem die USA aussteigen wollen. Der Entwurf für die G20-Abschlusserklärung sieht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen Kompromissvorschlag vor: Zwar wird einerseits die Kluft zwischen den USA und den anderen führenden Industrie- und Schwellenländern beim Klimaabkommen betont. Andererseits sollen sich aber alle 20 Regierungen dazu bekennen, die Treibhausgase zu verringern.

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