WELT DOKUMENT: Pressekonferenz der Polizei - Elfjährige in München vergewaltigt

N24 (YouTube) 26.06.2019 17:15 Uhr, Dauer: 17:33

Ein Mann mit Wolfsmaske hat ein elfjähriges Mädchen am helllichten Tag in München nach Polizeiangaben überfallen und vergewaltigt. Der Täter habe die Schülerin unvermittelt angegriffen, sie in ein Gebüsch gezerrt, ihr den Ranzen heruntergerissen und sie sexuell missbraucht, schilderte die Polizei das Geschehen vom Dienstagnachmittag. Der Täter ergriff demnach die Flucht. Die Ermittlungsgruppe «Wolf» fahndet nun nach ihm. Es handele sich um «eine seltene, aber sehr schwerwiegende Tat», sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Mittwoch. Landläufig werde eine Tat wie die in Obergiesing als Vergewaltigung bezeichnet, erklärte da Gloria Martins. Juristisch handele es sich wegen des jungen Alters des Opfers um einen Fall schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Das Mädchen hatte sich nach dem Vorfall seiner Mutter anvertraut, die die Polizei alarmierte, wie Ignaz Raab, Leiter des Kommissariats 15 für Sexualdelikte, berichtete. Der Täter sei vermutlich mittleren Alters - davon gehe das Mädchen anhand der Stimme des Mannes aus. Er habe Deutsch ohne Akzent gesprochen und Einmalhandschuhe getragen, wie sie im Krankenhaus benutzt werden. Der Maskierte habe dem Mädchen mit dem Tod gedroht, sollte es jemandem von dem Vorfall erzählen. Es gebe keine Zweifel, dass die Schilderungen des Opfers zutreffend sind, sagte Raab weiter. Die leichten körperlichen Verletzungen der Elfjährigen passten zum Tatort, außerdem seien Spuren gesichert worden. Zwei Passantinnen hätten die Tat gesehen und sich später bei der Polizei gemeldet, berichtete Raab weiter. Sie hätten das Geschehen nicht als sexuellen Übergriff erkannt. In 16 Jahren habe er keinen solchen Fall erlebt, sagte Raab. Die Beamten zeigten sich am Mittwoch sichtbar erschüttert. Bundesweit hat es in der Vergangenheit mehrfach Vergewaltigungen von Kindern gegeben. 2009 etwa hatte das Landgericht Bielefeld in Nordrhein-Westfalen einen Hilfsarbeiter zu zehn Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, weil er eine 13-jährige Radlerin mit seinem Auto angefahren und vergewaltigt hatte. 2005 hatte ein Lastwagenfahrer in Dresden eine Neunjährige und 2006 im nahen Coswig in Sachsen eine Elfjährige entführt, vergewaltigt und wieder ausgesetzt. Der Mann kam für elf Jahre ins Gefängnis. Vergleiche aber sind schwierig. Denn im aktuellen Fall von München sind viele Fragen offen. Kannten sich Täter und Opfer? Und war die Tat geplant? Das wollen die Ermittler nun klären. Am Tatort in der Nähe einer Grund- und einer Mittelschule ist die Polizei nach eigenen Angaben derweil sichtbar präsent. Auch um verängstigten Eltern zumindest ein klein wenig Beruhigung zu verschaffen. In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Die WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 Besuche uns auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk Video 2019 erstellt

2019 aktuell welt n24 nachrichten news video tv fernsehen deutschland kriminalität bayern münchen vergewaltigung täter mann wolfsmaske polizei pressekonferenz mädchen schülerin gebüsch wolf sexueller kindesmissbrauch mutter sexualdelikte deutscher todesdrohung erschüttert blaulicht verbrechen einsatz

https://www.youtube.com/watch?v=8__eDhq6Y7A


Mehr zu den relevanten Themen aus diesem Medium:
elfjähriges mädchen gloria martins

Treffer

Treffer korrekt? Ja Nein

Ähnliche Medien
Lejeune: Reiterstaffel der Polizei München 41:46
Lejeune: Reiterstaffel der Polizei München
München TV (YouTube)
01.06.2019 22:15Uhr
Lejeune: Hundestaffel Polizei München 37:41
Lejeune: Hundestaffel Polizei München
München TV (YouTube)
18.02.2016 22:45Uhr