Kinder, Kücher, Konferenzen – wie Corona den Frauen schadet

HR2 (Podcast) 25.05.2020 19:00 Uhr, Dauer: 53:54

Am besten zuhause bleiben! Heute ist das eine zeitgemäße Empfehlung, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. Vorher war es eine reaktionäre Forderung an Frauen. Und in der Krise verschwimmt beides: Wenn Frauen zuhause bleiben, verringert sich die Ansteckungsgefahr vielleicht, es steigt aber offensichtlich die Gefahr, dass sie sich in traditionellen Rollen wiederfinden. Die Kinder sind ja auch zuhause - und in den meisten Fällen kümmern sich Frauen um sie. Ganz egal ob sie außerdem noch im Home Office arbeiten. Schon vor Corona leisteten Frauen den größten Teil der Haus- und Kinderarbeit und setzten eigene Ziele dafür zurück. Das hat in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich zu genommen. Kinder und Küche kommen jetzt zu den Konferenzen einfach dazu. Oder die Frau lässt die Arbeit ganz ruhen, während der Mann wieder den Alleinverdiener gibt. Es sieht aus, als ob die Krise bestehende Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern verschärft. Manche sprechen von einer "Retraditionalisierung" der Verhältnisse durch Corona. Bedeutet das womöglich eine Rückkehr das Patriarchats?

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